Ralf Kurz: Der Diplomat

Zu Beginn des Jahres 1778 marschieren österreichische Truppen in Bayern ein. Der bayerische Kurfürst Carl Theodor und sein Neffe, Thronfolger Herzog Carl August von Pfalz-Zweibrücken, sollen aus dem Land gedrängt werden. Kaiser Joseph II. will sich damit die Vormachtstellung in Europa sichern.
Johann Christian Freiherr von Hofenfels, Diplomat und Minister in Diensten des Herzogs Carl August, erkennt die Gefahr für das Haus Wittelsbach und bringt die Sache vor den Reichstag. In Friedrich dem Großen, König von Preußen, gewinnt er einen mächtigen Verbündeten. Da Österreich seine Truppen nicht abziehen will, kommt es zum Bayerischen Erbfolgekrieg, der 1779 mit dem Frieden von Teschen endet, ohne dass es zu einer militärischen Entscheidung gekommen war. Man nimmt die Truppen von den Schlachtfeldern und schickt die Diplomaten aufs Parkett. Zehn Jahre lang kämpft Hofenfels als treuer und pflichtbewusster Minister für die Zukunft des Hauses Wittelsbach und gegen die Habsburger sowie ihre Verbündeten Frankreich und Russland. Im Kampf um die Macht werden dabei alle Register gezogen – Drohung, Erpressung, Sex, Macht, Orden, Titel, Bestechung und Verrat – doch er widersteht allen Versuchen und Versuchungen und legt die Grundlagen für das spätere bayerische Königreich.
Ihm zur Seite steht seine Frau Friederike (Riki) von Closen. Im Geist der Aufklärung verfolgen sie, wie der Begriff „Freiheit“ Europa wie ein Flächenbrand überzieht, während in Frankreich die Vorboten der Revolution bereits deutlich spürbar sind.
„Der Diplomat“ beschreibt eines der spannendsten Kapitel deutscher Geschichte. Ohne die herausragende politische Leistung des Freiherrn von Hofenfels hätte es weder ein bayerisches Königreich gegeben, noch einen deutschen Fürstenbund, aus dem einhundert Jahre später das Deutsche Reich hervorging.

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