Ralf Kurz: Das letzte Jahr der Händler

Pekunius Kaufmann, ein Modellbahnhändler, der kurz vor seinem sechzigsten Geburtstag steht, ist seit Jahr und Tag mit seinem Geschäft verheiratet. Das ruhige, gleichförmige Leben des Alleinstehenden ändert sich schlagartig, als Veronica Cornelius, die verlassene Ehefrau eines Vereinskollegen, seinen Laden betritt. Pekunius verliebt sich, was er angesichts seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr für möglich gehalten hätte. Zuerst kommen ihm moralische Bedenken, doch nachdem er seine Zweifel über Bord geworfen hat, entwickelt sich langsam eine romantische Liebesgeschichte.

Während sich das private Leben des Kaufmanns zunächst positiv entwickelt, muss er beobachten, wie seine Nachbarn – allesamt Einzelhändler – nach und nach die Segel streichen müssen. Ein Nähmaschinengeschäft muss ebenso schließen wie ein Lebensmittelladen; einem Radio- und Fernsehhändler steht ein Umzug bevor und der italienische Blumenverkäufer geht in seine Heimat zurück. Innerhalb eines Jahres zerfällt die Gemeinschaft der Händler.

„Das letzte Jahr der Händler“ ist ein leiser, literarischer Roman, der sich nicht nur mit der Frage nach den Ursachen und Wirkungen des Einzelhändlersterbens in den deutschen Innenstädten beschäftigt, sondern gleichzeitig beschreibt, dass es für das „Sich-verlieben“ keine Altersgrenze gibt.

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