Simone Keil: Patient Zweiundvierzig

„Als Kind fürchtete ich die Dunkelheit. Die Geräusche, die aus den Schatten zu kommen schienen. Aber es ist nicht die Dunkelheit, die es zu fürchten gilt. Die Furcht lauert im Licht. Sie haben es nicht verstanden, keiner von ihnen, und manchmal wünschte ich, ich verstünde es ebenfalls nicht. Ich erzähle Keinmärchen. Und auch das verstehen sie nicht.“

Die meiste Zeit verbringt Erin im dunklen Keller. Kein Licht, keine Schatten. Er könnte dort sicher sein, doch er ist nicht allein …

Patient Zweiundvierzig lässt sich in keine Schublade pressen. Fantasy? Gegenwartsroman? Psychologische Studie? Von allem etwas, aber vor allem anders.

Diplom-Psychologe Peter Linzer über das Buch:
Nun habe ich mal wieder ein Buch in einem Rutsch gelesen. Danke schön dafür. Tolles Buch, schöne Sprache, mutig am Mainstream vorbei. Die gelungene Innenansicht einer Psychose.

Leserstimmen:
Wer sich weit, weit entfernt vom Mainstream entlanglesen möchte, ist hier genau richtig. (Inflagrantibooks)
Herrlich verrückt. (Stöpsel, Bibliomanin)

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Das eBook ist auch bei Tolino und in vielen weiteren Online-Shops erhältlich.

One Reply to “Simone Keil: Patient Zweiundvierzig”

  1. Marny | Fantastische Bücherwelt

    Erin verbringt die meiste Zeit im Keller, in der Dunkelheit, denn er fürchtet Licht und Schatten. Er fühlt sich dort sicherer, aber er ist nicht allein. Und schnitzt aus Holzscheiten Albe, geflügelte Wesen, die aus dem Holz befreit werden wollen. Erin spürt ihre Angst – oder ist es seine eigene?

    Die Geschichte beginnt nicht mit Erin, sondern mit Nemesis und seinen Racheplänen. Er ist ein Alb und voller Zorn auf die Menschen, die sein Volk ins Schattenreich verbannt und dann vergessen haben. Sie sind eingesperrt in Holz, Stein und kalte Schatten, und doch folgen die Albe ihrer Bestimmung: Sie drehen die Räder und lenken die Zeit.

    Das Buch ist in einer wunderbaren poetischen Sprache geschrieben, die eine dichte Atmosphäre und viele Bilder erzeugt. Es ist tiefsinnig, humorvoll, verwirrend und steckt voller Emotionen. Die verschiedenen Erzählperspektiven und Figuren sind miteinander verwoben und bieten ganz unterschiedliche Stimmungen.

    Man muss sich auf Keinmärchen einlassen können, weil es einfach eine etwas andere Geschichte ist, in der mit verschiedenen sich überschneidenden Realitäten gespielt wird. Gut gefallen hat mir dabei auch, dass man die Verbindungen zwischen ihnen erst nach und nach entdeckt. Anfangs wirkt alles noch „einfach“ und klar getrennt, aber dann kommen die ersten Szenen, bei denen man kurz stoppt und Zusammenhänge erkennt. Und … es wird nicht besser. Genial!

    Ich habe mich mit dieser faszinierenden Lektüre sehr wohl gefühlt und die Sprache, die Emotionen, die individuellen Figuren und die ganz besondere Stimmung einfach nur genossen. Das Spiel mit den verschiedenen Realitäten finde ich spannend, dabei ist dann mein Kopf auch schön beschäftigt und ich habe auch abseits der Lesezeit etwas von der Geschichte.

    Sicher habe ich nicht alles bis ins kleinste Detail verstanden, aber der Roman wirkt stimmig und rund auf mich. Ich mag „Rätselbücher“ und dieses hinterlässt bei mir einen besonderen und intensiven Eindruck. Und ein Ende, das man noch weiterspinnen kann …

    https://www.qindie.de/qindie-partner/blogger-rezensenten/fantastische-buecherwelt/

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