Franziska Hille: Toskanische Verführung

Flannery Gardner reist in die Toskana, um dort eine Privatbibliothek zu begutachten. Es sollte ein ganz normaler Job sein, doch Alessandro, der arrogante, abwechselnd zärtliche und schroff abweisende Besitzer der Bibliothek, schickt sie auf eine wahre Achterbahn der Gefühle. Flannery weiß nicht mehr, ob sie ihrem eigenen Verstand und ihren Gefühlen trauen kann. Was ist Alessandro della Gherardesca: Dr. Jekyll, Mr. Hyde – oder tatsächlich beides in einer Person?

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One Reply to “Franziska Hille: Toskanische Verführung”

  1. Marny | Fantastische Bücherwelt

    Flannery Gardner erhält den Auftrag, eine Privatbibliothek in der Toskana zu begutachten. Dort wird sie sehr kühl und unfreundlich empfangen – Conte Alessandro della Gherardesca würde sie am liebsten umgehend zurück schicken, weil er keine jungen Frauen in seinem Palazzo duldet. Da jedoch kein anderer auch nur ähnlich kompetenter Sachverständiger zur Verfügung steht, muss er mit ihrer Anwesenheit und sie mit seiner Unfreundlichkeit leben. Allerdings verwirrt der Conte Flannery schnell mit seiner abwechselnd abweisenden und zärtlichen Art. So sehr, dass sie nicht mehr weiß, ob sie ihren eigenen Gefühlen noch trauen kann…

    Zu Beginn hatten mir vor allem Flannerys Humor und die Beschreibungen der Bibliothek gefallen, diese konnte ich nicht nur sehen, sondern auch spüren und riechen. Dazu kam dann aber schnell der Reiz des Geheimnisvollen – ich wollte einfach wissen, wieso der Conte so war, wie er war. Diese Figur hat mich doch ziemlich fasziniert, auch wenn ich ihn anfangs gerne öfter mal geschlagen hätte. Seiner inneren Zerrissenheit und rätselhaften Ausstrahlung konnte ich mich einfach nicht entziehen.

    Aber auch die anderen Figuren haben mir gut gefallen, alle hatten ihren ganz eigenen Hintergrund und wirkten sehr lebendig auf mich. Niemand kam mir oberflächlich oder dumm vor, so dass ich die abwechslungsreichen Charaktere einfach nur genießen konnte und meinem Kopfkino zugeschaut habe. Als eine bestimmte Figur aufgetaucht ist, hat mich die Geschichte dann so sehr gefesselt, dass ich einfach in jeder freien Minute weiterlesen musste und völlig überrascht war, als die Geschichte so schnell ausgelesen war.

    Ich spekuliere ja nicht nur gerne wild in der Gegend rum, sondern mag es auch, wenn manche Dinge einen noch länger beschäftigen und zum Nachdenken anregen. Bei diesem Roman konnte ich beides tun – vor allem über eine bestimmte Figur, da habe ich meine Meinung öfter geändert. Eine zuerst unsichere Vorstellung wurde zu einer starken Vermutung, nur um ein paar Seiten später schon wieder ganz anders auszusehen. Und am Ende gab es dann doch eine große Überraschung!

    Die „Toskanische Verführung“ war für mich eine tragisch-schöne, mitreißende und etwas verwirrende Lektüre mit intelligenten Figuren. Außerdem hat mich begeistert, wieviel Nähe dort zu spüren war! Nicht nur diese verwirrend-seltsame Anziehungskraft zwischen den beiden Hauptfiguren, sondern auch die Zuneigung und Liebe zwischen den einzelnen Figuren – selbst wenn diese manchmal nur am Rande auftauchten. Mit dieser Geschichte können auch Liebesroman-ist-jetzt-nicht-so-unbedingt-mein-Genre-Leser wie ich viel Spaß haben, weil da einfach etwas mehr drin steckt. 😉

    https://www.qindie.de/qindie-partner/blogger-rezensenten/fantastische-buecherwelt/

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