David Pawn: The American Monstershow in Germany

Qindie-Buch des Monats Oktober 2013

13 schlaflose Nächte. 13 Horrorgeschichten aus deutschen Landen von Gothik-Horror bis Splatterpunk.
„…unerwartet, spannend und wirkungsvoll geschrieben!“ (Lesermeinung)
„…manchmal subtil, manchmal sehr blutig, oft tödlich und zynisch gesellschaftskritisch…“(Lesermeinung)
Was wäre gewesen, wenn in den Wendejahren echte Untote aus einer durchs Land ziehenden Show ausgebrochen wären? Wie wäre es, wenn Spülmittel plötzlich süchtig machen würden? Und was ist, wenn statt eines Staubsaugervertreters plötzlich ein Monstrum vor der Wohnungstür steht? Gibt es im Rotlichtviertel Frankfurts wirklich einen Vampir? Gibt es fliegende Ratten?
Alle diese Fragen und noch ein paar mehr beantworten die Geschichten in diesem Buch, die alle in den 90iger Jahren des vorigen Jahrhunderts spielen. Wundern Sie sich also nicht, wenn es noch keine Handys, Tabletts und Internetsuchmaschinen gibt, dafür aber tödliche Bedrohungen aus dem Reich des Paranormalen.

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Der Autor über das Buch:

Ich soll Euch also etwas über „The American Monstershow in Germany“ erzählen. Das ist für mich gar nicht so einfach, denn die Geschichten in diesem Buch sind alle in den Jahren 1990 und 1991 entstanden und naturgemäß habe ich das meiste von dem vergessen, was mich damals bewegt hat, sie zu Papier zu bringen. Das einzige, was ich sicher sagen kann, ist, dass sie allesamt aus der Freude am Schreiben heraus entstanden sind.

Nach der Wende habe ich Stephen King regelrecht verschlungen. Nicht nur seine Geschichten selbst habe ich gemocht, sondern auch seine Vor- und Nachworte. Was er da zum Thema Schreiben zu sagen hatte, hat mich wirklich beeinflusst. Lesen war meine Schule des Schreibens.

Irgendwann stieß ich in „Nachtschicht“ auf den Vergleich von Fledermäusen und Ratten. ‚Hier irrt der Meister‘, dachte ich mir. ‚Fledermäuse sind keine Nagetiere und mit Ratten haben sie auch nicht viel gemein.‘ Und dann habe ich meine erste Nachwende-Gruselgeschichte geschrieben: „Picassos Irrtum“.

Das war der Anfang. Danach kamen mir immer neue Ideen, was so an furchtbaren Dingen in deutschen Landen passieren kann. Auch nahm ich mir ein paar meiner pubertären Werke vor und überarbeitete diese.

Die Titelgeschichte ist übrigens tatsächlich als solche geschrieben worden. Es gab schon eine ganze Reihe anderer Stories. Eines Tages sah ich an einer Litfaßsäule eine Werbung: „The American Sharkshow in Germany!!“ Reißerisches Plakat mit Haien, die ihre Zähne dem Betrachter wie zur Untersuchung präsentierten, und Bikinimädchen. Und da wusste ich, wie mein Buch heißen sollte, bloß die Geschichte musste noch geschrieben werden.

Bis zum Mai dieses Jahres wurde von all diesen Geschichten genau ein Satz veröffentlicht, eben jener Satz, den Ihr zum Schnipsel des Monats gewählt habt. Gedruckt wurde er in der Zeitschrift „Das Magazin“, bis zur Wende auch bekannt als der Playboy des Ostens, weil in jeder Ausgabe wenigstens eine nackte Frau abgebildet war. (Ich weiß nicht, ob und wenn ja wie viele heute dort zu bestaunen sind.)

Diese Zeitschrift lobte einen Wettbewerb für Geschichtenanfänge aus und unter anderem wurde dieser Beginn einer meiner Geschichten angenommen. Später habe ich an die gleiche Zeitschrift einige komplette Geschichten eingesandt. Immerhin veröffentlicht der Playboy auch Stories von amerikanischen Horrorautoren. Warum sollte der Playboy des Ostens das nicht mit deutschen Autoren machen? Die Geschichte, die heute die Leseprobe bei Amazon darstellt, hätte es fast geschafft. Der Redakteur hatte mich geben, die ganze Sache um die Hälfte zu kürzen, und ich ging mit der Brechstange rein und kürzte. Als ich fertig war, teilte man mir mit, man würde die Ausrichtung der Zeitschrift ändern – EROTIK würde jetzt großgeschrieben und damit passte mein Werk gar nicht mehr.

Das war der letzte Nagel in den Sargdeckel, der schon auf meiner schriftstellerischen Tätigkeit lag, nachdem ich viele Absagen von Verlagen hatte hinnehmen müssen. Inzwischen hatte ich auch einen Vertrag mit einer Literaturagentur geschlossen, der mir zumindest das Lektorat einbrachte, das mir in der Jetztzeit wohl das Qindie-Siegel beschert hat. Da war das Geld also gut angelegt. Nur, dass es so langfristig angelegt war, konnte ich damals nicht wissen.

Wenn mir nicht mein Sohn einen Kindle geschenkt hätte, würden all diese Geschichten heute noch auf Schreibmaschinenpapier gebannt in einem Schrank liegen und wären vermutlich beim nächsten Umzug endgültig zu Altpapier geworden. Ich habe, wie das wohl viele Kindlebesitzer machen, fleißig Gratisbücher heruntergeladen. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass es e-Books gab, bei denen zu lesen war: „Verlag: keiner“. Gleichzeitig habe ich mir bei manchem der Texte, die ich da heruntergeladen hatte, gesagt: „Hey, so gut bist du aber auch gewesen.“

Der Rest war einfach. Suche nach den Schlagworten: „Veröffentlichen Amazon“ und praktisch der erste Eintrag war KDP. So erblickte „The American Monstershow in Germany“ nach über zwanzig Jahren Wartezeit das Licht der Welt.

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