Schnipseljagd

Q-Buch_Fantasy

Jeden Monat stellen wir euch ein Buch eurer Wahl vor. Dazu nehmen wir uns jeweils ein anderes Genre vor, und wenn wir damit durch sind, fangen wir einfach von vorn an.

Diesmal widmen wir uns den fantastischen Titeln, die Qindie zu bieten hat. Ihr entscheidet mit eurer Stimme, welches Fantasy-Buch wir euch im Juli-Newsletter näher vorstellen werden. Und damit es auch wirklich spannend wird, zeigen wir euch hier weder Titel, noch Klappentext oder Cover. Stattdessen ‚beschnipseln‘ wir kurze Szenen aus den zur Wahl stehenden Büchern.

An dieser Stelle kommt ihr ins Spiel. Bitte wählt die Szene aus, die euch am besten gefällt – die Szene, die ihr gern weiterlesen möchtet. Für den Fall, dass ihr euch einmal gar nicht zwischen zwei Schnipseln entscheiden könnt, dürft ihr zwei Antwortmöglichkeiten auswählen.

Und nun viel Spaß mit unseren Fantasy-Schnipseln.  Wir sind gespannt auf das Ergebnis eurer Wahl. Wenn ihr noch Fragen habt, wendet euch einfach an Newsletter@qindie.de.

Los geht’s:

Schnipsel 1: Ohne es zu wollen, schweiften seine Gedanken zu ihr ab. Sariel Halder. Ein Name wie aus einem Märchen. Das Bild der langen rotbraunen Haare und der traurigen, ernsten Augen wollte ihn nicht loslassen. Sie war schön. Selbst gemessen am Maßstab seiner Art war sie schön.

Schnipsel 2: »Wie lange war ich in diesem Wartezimmer?« Der Dämon blickte auf sein Klemmbrett. »Nur etwa achtzehn Monate Ihrer Zeit. Sie sind anscheinend der eher ungeduldige Typ.« Er klemmte das Brett wieder unter seinen Arm und zog sein Jackett zu-recht. »Allerdings – manche kommen nie heraus.« Ash starrte ihn an. »Nie?«

Schnipsel 3: „Das sind Drehwürmer. Damit zaubern wir dir im Wurmumdrehen eine schicke Frisur.“ Sie teilte aus Susannas Haarschopf eine Strähne ab. Kraftvoll drückte sie den Wurm gegen die Haarspitzen. Sofort drehte das Tier sich um sich selbst. Zischend schoss es aufwärts, bremste kurz vor der Kopfhaut ab und rollte sich dort zusammen.

Schnipsel 4: Im Schutz der Dunkelheit tasteten wir uns die Treppe hinunter, bis wir an der unteren Tür anlangten. „Wir brauchen einen Plan“, flüsterte ich. „Wir finden unsere Waffen“, knurrte Krona. „Wir finden die Hexe. Wir machen die Hexe platt. Mehr Plan brauch’ ich nicht.“

Schnipsel 5: Dicker Teppichboden dämpfte meine Schritte. Zu beiden Seiten Eisentüren, auf denen Holzschilder angebracht waren. gELBES gLUECK stand auf der ersten zu meiner Rechten, vIOLETTE tOILETTE auf der links von mir. Die nächsten beiden waren mit fINGER WEG und rEINKOMMEN UND kLAPPE HALTEN beschriftet.

Schnipsel 6: Der dunkel bebende Aschenfraß seiner Flügelspanne löschte das Licht vom Himmel. Sein Leib hing schwer und dicht und gedrängt vor ihm, von der Kraft des Schlags seiner Schwingen wie an Tauen gehalten. Ungeheure Brände glosten selbst durch den Panzer kompakter, glatter Schwärze hindurch …

Schnipsel 7: Bisher hatten der Sonnen- und der Mondstrahl unbeweglich in dem Gefäß geschwebt, doch nun begannen sie sich, um sich selbst zu drehen. Nach und nach schwangen sie sich höher, erreichten den Rand der Phiole und stiegen schließlich daraus hervor. Wie Sternschnuppen hinterließen sie eine leuchtende Spur.

Schnipsel 8: Wie Wellenkräuseln auf der Oberfläche eines Gewässers bewegte sich etwas im Nebel, der über Wald und Feldern lag. Isabell justierte noch einmal den Ring und
begriff mit einem plötzlichen Zusammenziehen ihres Magens, was sie sah: Speerspitzen, die über den Dunst hinaus ragten.

Schnipsel 9: Ein brenzliger Geruch durchzog die Luft. Absolute Stille ließ den Schacht wirken, als hätte ihn seit langer Zeit niemand mehr betreten. Am Boden verstreut lagen schwarz gekleidete Gestalten. Dazwischen hockten ebenso schwarz gefiederte Vögel, die ruhig und bewegungslos dort verharrten, als warteten sie auf etwas.

Schnipsel 10: „Wieviele Räume hat das Schloss denn?“, erkundigte sich Lina. Lüftchen, der in ihrer Hand lag, wusste darauf keine genaue Antwort: „Die Anzahl der Räume wechselt oft von Tag zu Tag. Wenn sie zu wenig benutzt wurden, verschwinden manche sogar eine Zeitlang und tauchen dann irgendwann wieder auf. … “

Schnipsel 11: „Ich bin eine schaurige Hexe!“ Sie befingert das enorme Kinn mit der wachteleigroßen Warze und stößt ein kehliges Kichern aus. „Abrakadabra, dreimal schwarzer Kater. Oh, willst du mein Rabe sein?“ „Wieso Rabe, willst du mich beleidigen?“

Schnipsel 12: Die Delfinaugen blitzen abenteuerlustig. „Hört sich toll an, aber wie soll ich ins Becken kommen? Willst du mich etwa hineinheben?“ „Das Einsteigen machen wir so: Ich stelle das Fahrrad mit dem Anhänger direkt ans Ufer und schöpfe mit dem Eimer genügend Wasser in das Planschbecken. …“

Und nun seid ihr dran:

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